Eckart von Hirschhausen hat sich für seine neue Doku selbst zum Versuchskaninchen gemacht. Schon nach einer Woche mit viel Zucker und Fett hatte sein Körper messbar mehr Bauchfett angelagert.
Was zeigt die Doku „Hirschhausen und der Zucker"?
Die ARD-Dokumentation lief am 23. Februar 2026 um 20:30 Uhr im Ersten und steht seitdem in der Mediathek. Hirschhausen geht der Frage nach, warum Zucker so schädlich ist. Und warum Süßstoffe keine echte Alternative sind.
Die zentrale Zahl: In Deutschland isst jeder durchschnittlich 33 Kilogramm Zucker pro Jahr. Das ist mehr als das Dreifache dessen, was die WHO empfiehlt. Hirschhausen nennt das „Gift in Zeitlupe".
Das Selbstexperiment
Für die Doku hat er sich eine Woche lang absichtlich zuckerreich ernährt. Die Untersuchung am Universitätsklinikum Tübingen zeigte danach deutlich mehr Leberfett und viszerales Fett zwischen den Organen. Viszerales Fett ist besonders kritisch, weil es Entzündungen im Körper anschiebt.
Anderthalb Jahre später ließ er sich erneut untersuchen, nachdem er deutlich abgenommen hatte. Das Bauch- und Leberfett war messbar zurückgegangen. Eine Ernährungsumstellung wirkt also. Vorausgesetzt, man hält sie durch.
Süßstoffe: keine echte Alternative
Professorin Stephanie Kullmann hat in der Doku gezeigt, was Süßstoffe im Gehirn machen. Sie lösen ein Startsignal für Hunger aus. Der Körper rechnet mit echten Kalorien, bekommt sie nicht und fordert Nachschub. Statt den Appetit zu bremsen, machen Süßstoffe oft hungriger.
Weitere Hirschhausen-Dokus für 2026
Der WDR hat für 2026 weitere Dokus mit Hirschhausen angekündigt. Beim DGPro-Kongress 2026 hält er außerdem einen Impulsvortrag zur „planetaren Gesundheit". Sein Thema: wie Klimaschutz und persönliche Gesundheit zusammenhängen.
Eckart von Hirschhausen ist Arzt, Wissenschaftsjournalist und Gründer der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen. Bekannt geworden ist er damit, medizinische Themen so zu erklären, dass auch Laien etwas damit anfangen können. Die Hirschhausen Zucker-Doku ist dafür ein gutes Beispiel: Er probiert die These erst am eigenen Körper aus, bevor er sie weitergibt.






