Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt war 40 Jahre lang Teamarzt des FC Bayern München. Im April 2026 meldete sich der 83-Jährige deutlich zu Wort: Das Fußballgeschäft ist ihm fremd geworden, und Müller-Wohlfahrt Wiederverletzungen seien auf einem historischen Höchststand.
Müller-Wohlfahrt Wiederverletzungen: Alarm im April 2026
"Die Quote der Wiederverletzungen ist heute so hoch wie nie", sagte der Orthopäde und Sportmediziner in einem Interview im April 2026. Müller-Wohlfahrt, 40 Jahre Bayern-Arzt und über zwei Jahrzehnte Arzt der deutschen Nationalmannschaft, sieht den Grund im wirtschaftlichen Druck: "Die Klubs sind noch stärker von wirtschaftlichem Erfolg getrieben. Der Ausfall eines teuer eingekauften Profis gefährdet den Erfolg."
Teamärzte stünden, so Müller-Wohlfahrt, "immer im Spannungsfeld zwischen dem, was der Verein will, und dem, was gut für den Spieler ist." Wird die Genesungszeit aus wirtschaftlichen Gründen verkürzt, zahlen die Spieler den Preis mit dem eigenen Körper.
Abschied vom FC Bayern — und ein kühles Urteil
Müller-Wohlfahrt verließ Bayern München 2015 nach einem öffentlichen Konflikt mit Trainer Pep Guardiola. Guardiola hatte ihm vorgeworfen, Spieler zu lange aus dem Trainings- und Spielbetrieb zu nehmen. Müller-Wohlfahrt trat daraufhin zurück und kehrte erst unter Jupp Heynckes wieder. 2020 endete seine Zeit beim FC Bayern endgültig.
Elf Jahre nach dem Streit mit Guardiola fällt sein Urteil über das Geschäft kühl aus: "Der Profisport ist kälter und unpersönlicher geworden. Es gibt weniger Kameradschaft."






