Mentoring-Säulen Nephrofuture, Up! und Get in touch
Die Kommission Nachwuchs hat drei strukturierte Mentoring-Programme aufgebaut, alle mit Unterstützung der DGfN-Stiftung:
Nephrofuture startete 2015 mit der "Class of 2015". Es richtet sich an Ärzt:innen unter 40 Jahren, die Leitungspositionen in nephrologischen Kliniken (Krankenhaus oder Praxis) anstreben und/oder eine akademisch-nephrologische Forschungskarriere verfolgen. Die Mentees werden über mehrere Jahre von erfahrenen Mentor:innen begleitet.
Up! ist das zweite, breiter angelegte Format. Es deckt mehr Karrierephasen ab als Nephrofuture und ist niedrigschwelliger im Zugang. Wer früher in der Karriere steht oder einen anderen Schwerpunkt sucht, geht über Up!
Get in touch ist das Studierenden-Programm. Es ermöglicht Medizinstudierenden die Teilnahme am DGfN-Jahreskongress und bahnt dort persönliche Kontakte zu erfahrenen Nephrolog:innen an. Studierende, die früh wissen, dass es Richtung Nephrologie gehen soll, beginnen hier.
Mitgliedschaft & Aufnahme
Die Kommission Nachwuchs selbst hat keine separate Mitgliedschaft — sie ist eine Kommission der DGfN. Wer die Programme nutzen will, geht zwei Schritte:
Erstens: DGfN-Mitgliedschaft beantragen über dgfn.eu. Für Ärzt:innen in Weiterbildung ist der Mitgliedsbeitrag reduziert und beinhaltet den kostenfreien Jahreskongress. Zweitens: Auf die Mentoring-Programme bewerben. Nephrofuture, Up! und Get in touch haben jeweils eigene Bewerbungsfenster, die über die DGfN-Webseite und den Newsletter ausgeschrieben werden.
Was das für Mediziner-Singles bedeutet
Die Nephrologie ist ein vergleichsweise kleines internistisches Fach mit langer Weiterbildung und enger interdisziplinärer Zusammenarbeit — Transplantationsmedizin, Intensivmedizin, Dialysezentren. Wer im Fach Karriere macht, hat nach wenigen Jahren einen großen Teil der gleichaltrigen Kolleg:innen Deutschlands kennengelernt.
Die zwei stärksten Anker für Begegnungen sind das Wissenschaftliche Forum Junge Niere und der DGfN-Jahreskongress. Beide Veranstaltungen haben eigene Sozialprogramm-Slots; insbesondere der Jahreskongress mit mehreren tausend Teilnehmenden gibt genug Raum für Begegnungen jenseits der Fachsessions.
Wer ergänzend zur DGfN-Struktur vernetzen will, findet regionale Mediziner-Stammtische auf Medicsingles. Sie ergänzen die fachzentrierte DGfN-Logik um eine wohnortnahe Frequenz. Für andere internistische Foren siehe Junge DGHO Onkologie und AG Junge Rheumatologie.
Wie du dich anschließen kannst
Drei Schritte:
- DGfN-Mitgliedschaft beantragen. In Weiterbildung reduziert, mit kostenfreiem Jahreskongress.
- Mentoring-Programm wählen. Studierende: Get in touch. Karriere/Forschung unter 40: Nephrofuture. Breiterer Einstieg: Up!
- Forum Junge Niere und Jahreskongress fest einplanen. Beide Termine kommen jeweils über die DGfN-Webseite.
Die Kommission Nachwuchs antwortet auf Anfragen über die DGfN-Geschäftsstelle. Wer eine Idee für ein neues Format hat — Workshop, Stipendium, Karrierewege-Reihe — kann sie dort direkt einbringen.
Nephrologie als Karrierefach: Versorgungslage und Perspektive
Die Nephrologie steht in Deutschland vor strukturellen Herausforderungen: eine wachsende Zahl chronisch nierenkranker Patient:innen, eine alternde Dialyse-Population und eine Versorgungslandschaft mit Schwerpunktpraxen, KfH-Zentren und nephrologischen Kliniken. Gleichzeitig ist das Fach in der Frühphase der ärztlichen Karriere oft unsichtbar — viele Studierende kommen erst im PJ oder in der Weiterbildung mit der Nephrologie ernsthaft in Kontakt. Genau hier setzt die Kommission Nachwuchs an: Sichtbarkeit erhöhen, frühe Kontakte ermöglichen, Karrierewege aufzeigen.
Das Programm "Get in touch" bringt Studierende auf den Jahreskongress, "Nephrofuture" und "Up!" begleiten den Übergang in Leitungs- und Forschungspositionen. Diese Kette ist in der deutschen Inneren Medizin ungewöhnlich vollständig: Wenige Fächer haben eine durchgängige Karrierebegleitung von Studium bis Oberarzt-Phase aufgebaut. Wer in die Nephrologie geht, kann diese Struktur konsequent nutzen.
Akademische Karriere und internationale Anbindung
Forschung in der Nephrologie ist in Deutschland an mehreren universitären Zentren stark ausgebaut. Themen reichen von der Genetik glomerulärer Erkrankungen über Biomarker akuter Nierenschädigung bis zu Translationsforschung in der Transplantationsmedizin. Die Kommission Nachwuchs unterstützt junge Forschende beim Einstieg in deutsche und internationale Strukturen — vor allem über die ERA (European Renal Association), die mit eigenen Young-Sessions, Reisestipendien und Forschungspreisen den europäischen Nachwuchs aktiv aufbaut.
Wer früh international tagt, baut Netzwerke auf, die später bei der eigenen Stellensuche und in Berufungsverfahren wertvoll sind. Die Kommission Nachwuchs vermittelt Reisestipendien und ist Anlaufstelle für junge Kolleg:innen, die einen Auslandsaufenthalt in einem nephrologischen Zentrum suchen.
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