WAKWiN: das Mentoring-Programm seit 2007
WAKWiN — der Wissenschaftliche Arbeitskreis Wissenschaftlicher Nachwuchs der DGAI — bietet seit 2007 ein strukturiertes Mentoring-Programm an, das jährlich neue Mentees aufnimmt. Das ist eines der ältesten strukturierten Mentoring-Programme in der deutschen Medizin überhaupt.
Kern des Programms:
- 1:1-Mentoring — engagierte junge Wissenschaftler:innen werden mit etablierten Forschenden aus Anästhesie, Intensivmedizin und angrenzenden Feldern gepaart.
- Jährliches Begleitseminar — Skills für junge Forschende (Publikationsstrategie, Drittmittel, Karriereplanung), gleichzeitig Treffpunkt der gesamten Mentee-Welle.
- Auftaktveranstaltung im DGAI-Kongress — 2026 in Kassel vom 16.–18. September.
Das Begleitseminar ist genau der Punkt, der WAKWiN auch über die rein wissenschaftliche Förderung hinaus interessant macht: Wer ein Jahr lang Teil derselben Mentee-Kohorte ist, lernt 15–25 andere junge Anästhesie-Forschende sehr genau kennen.
Hauptanker der Jungen DGAI ist der DGAI-Jahreskongress — eine der größten anästhesiologischen Veranstaltungen in Europa. Dort gibt es ein eigenes Junge-DGAI-Programm mit Sessions, Workshops und einer abendlichen Begegnungsplattform.
Zusätzlich laufen über das Jahr verteilte Aktivitäten — Webinare, lokale Treffen an einzelnen Universitätsstandorten (insbesondere an Lehrstühlen mit starker Anästhesie-Forschung), und Projektgruppen rund um Weiterbildungsstrukturen, Notfallmedizin-Curricula oder Diversity in der Anästhesie.
USP gegenüber anderen Jungen FGs
Im Vergleich zur JADE (Allgemeinmedizin) ist die Junge DGAI inhaltlich enger fokussiert, dafür im Klinikkontext besonders dicht — Anästhesie und Intensivmedizin laufen in jeder größeren Klinik 24/7, der Schichtdienst-Rhythmus prägt das Sozialleben. Im Vergleich zum Forum Junge Radiologie ist die Junge DGAI ähnlich groß, aber mit einem deutlich strukturierteren Mentoring (WAKWiN seit 2007 vs. lockerere FJR-Teams).
Der USP ist die Kombination aus Größe, Mentoring-Tradition und politischer Schlagkraft via BJÄ.
Mitgliedschaft
Voraussetzung ist die DGAI-Mitgliedschaft. Junge Mediziner:innen in Weiterbildung erhalten in der Regel vergünstigte Beitrags-Optionen. Die explizit jungen Aktivitäten — Junge-DGAI-Programm auf dem Kongress, WAKWiN-Bewerbung, Workshops — sind über junge-dgai.de zugänglich, sobald die DGAI-Mitgliedschaft aktiv ist.
Bedeutung für Singles in der Anästhesie
Anästhesie und Intensivmedizin sind Fächer mit harten Schichtdienst-Strukturen — wer abends im Saal steht oder den 24-Stunden-Dienst auf der Intensiv läuft, hat objektiv weniger Zeit für sozial-private Vernetzung. Genau hier setzt die Junge DGAI an:
- Größe — rund 3.500–4.000 junge Mitglieder bundesweit, hohe Wahrscheinlichkeit, Gleichgesinnte zu treffen.
- Wiederholung — WAKWiN-Kohorten laufen ein bis mehrere Jahre, das jährliche Begleitseminar bringt dieselben Personen mehrfach in einen Raum.
- Kontextwegfall — niemand muss erklären, was Rufbereitschaft, Crash-Intubation oder Sepsis-Bündel-Stress bedeutet.
Wer ergänzend lokale Anker sucht, findet auf den regionalen Mediziner-Stammtisch-Seiten auch Anästhesie-Runden pro Stadt.
Drei Anschluss-Schritte
- DGAI-Mitglied werden und auf junge-dgai.de registrieren.
- DGAI-Jahreskongress einplanen — 2026 in Kassel, 16.–18. September. Junge-DGAI-Programm + WAKWiN-Auftakt.
- WAKWiN-Bewerbung prüfen — wer wissenschaftlich arbeiten möchte, hat hier den strukturiertesten Einstieg in der deutschen Anästhesie.
Im Vergleich zu JADE oder zur Junge Neurologie DGN One bietet die Junge DGAI weniger regionale Stammtisch-Dichte, dafür die strukturierteste Mentoring-Schiene Deutschlands.
Vernetzungs-Anker für Junge-DGAI-Mitglieder
Drei Anker sind in der Praxis besonders wirksam:
- DGAI-Jahreskongress — Junge-DGAI-Sessions, Workshops und ein abendliches Begegnungsformat machen den Kongress zum dichten Jahrestreffpunkt.
- WAKWiN-Mentoring — wer angenommen wird, gehört für mindestens ein Jahr zu einer Mentee-Kohorte mit regelmäßigem Begleitseminar.
- Plattform junge-anaesthesiologie.de — laufende Informationen, Webinare und Anbindung an lokale Anästhesie-Lehrstühle.
Diese drei Anker zusammen geben jungen Anästhesist:innen einen Vernetzungsrahmen, der durch die schiere Größe der DGAI und die Reichweite von WAKWiN konkurrenzlos ist.
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