Digitale Roadshow durch die Republik
Die Digitale Roadshow der Jungen Suchtmedizin macht suchtmedizinische Themen bundesweit sichtbar. Ankündigungen laufen über jungesuchtmedizin.de und über Fachschaften — die Fachschaft Medizin Mannheim hat zum Beispiel mehrfach für die Roadshow geworben. Format: online, regional adressiert, mit lokalen Referent:innen.
Für Medizinstudierende ist die Roadshow oft der erste echte Kontakt mit dem Fach. Anders als ein Lehrbuch-Kapitel zeigt das Format konkrete klinische Settings: Wer arbeitet wo, wie sieht die Versorgung in einer Sucht-Ambulanz aus, wie unterscheiden sich Substitution, Entzug und Postakut-Behandlung?
Summer School 2026 — Stuttgart, 28.–30. August
Die Summer School der Jungen Suchtmedizin ist das wichtigste Präsenz-Format. Die Auflage 2026 findet vom 28. bis 30. August in Stuttgart statt, drei Tage lang, mit Unterstützung der DG Suchtmedizin. Eingeladen sind 20 Medizinstudierende. Die Teilnahme ist kostenfrei, Vorkenntnisse in Suchtmedizin sind nicht erforderlich.
Das Programm kombiniert Vorträge und interaktive Workshops mit Expert:innen und mit Menschen mit Erfahrungswissen — diese Verbindung aus medizinischer Fachperspektive und gelebter Erfahrung ist in der Suchtmedizin ein Markenzeichen. Dazu Exkursionen zu wichtigen suchtmedizinischen Einrichtungen, damit der Versorgungsalltag konkret wird.
Die Bewerbung läuft per E-Mail mit einer kurzen Motivation. Bei 20 Plätzen lohnt sich die frühe Bewerbung; aktuelle Fristen kommuniziert jungesuchtmedizin.de.
Junge Suchtmedizin (DGS) vs. Nachwuchsgruppe DG-Sucht
Diese Unterscheidung ist wichtig — und wird oft verwechselt:
- Junge Suchtmedizin (DGS): klinisch. Therapie, Versorgung, Patientenkontakt. Mutter: Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin.
- Nachwuchsgruppe DG-Sucht: wissenschaftlich. Forschung, Promotion, Versorgungsstudien. Mutter: Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie.
Beide ergänzen sich. Wer klinisch in einer Sucht-Ambulanz oder einer Substitutionspraxis arbeiten will, ist bei der Jungen Suchtmedizin richtig. Wer eine wissenschaftliche Karriere in der Suchtforschung anstrebt, gehört zur Nachwuchsgruppe DG-Sucht. Doppelmitgliedschaft ist möglich und für viele angehende Suchtmediziner:innen mit Klinik-und-Wissenschaft-Profil sinnvoll.
Wer kann mitmachen
Die Junge Suchtmedizin richtet sich an Medizinstudierende, Ärzt:innen in Weiterbildung und junge Suchtmediziner:innen. Der Einstieg ist niedrigschwellig:
- Newsletter abonnieren / Plattform verfolgen. jungesuchtmedizin.de listet kommende Spotlight-Sucht-Sessions und Roadshow-Termine.
- An einer Online-Session teilnehmen. „Spotlight Sucht" ist der einfachste Einstieg — ein Abend, ein Thema, kein Reiseaufwand.
- Summer School bewerben. Wer drei Tage Präsenz und Exkursionen will, bewirbt sich gezielt um einen der 20 Plätze.
Vernetzungs-Anker für junge Suchtmediziner:innen
Drei Anker sind besonders wirksam:
- „Spotlight Sucht" online — regelmäßige Frequenz, niedrige Hürde, thematische Längsschnitt-Sicht.
- Summer School Stuttgart — drei Tage Präsenz, kleine Gruppe, intensive Begegnung in der gleichen Altersgruppe.
- Deutscher Suchtkongress — Gemeinschaftsveranstaltung mit der DG-Sucht; auch hier hat die Junge Suchtmedizin Sichtbarkeit.
Suchtmedizin ist ein Fach mit überdurchschnittlich engagierten, oft sozialpolitisch interessierten Menschen — und mit einem in der Praxis sehr klar abgegrenzten Versorgungsfeld. Wer einmal in der Community ist, trifft die gleichen Gesichter oft jahrelang wieder. Genau diese Kontinuität macht die Junge Suchtmedizin für Mediziner-Singles attraktiv: wiederholte Begegnungen statt anonymer Großkongress.
Für eine breitere Übersicht der Jungen Foren in der Medizin lohnt der Blick auf die Junge Allgemeinmedizin (JADE) oder auf die Junge Geriatrie — beide arbeiten mit ähnlich klaren Treffen-Strukturen, aber in anderen Fächern.
Lokale Anknüpfungspunkte
Wer regional sucht, findet hier passende Treffpunkte und Ausbildungs-Standorte:
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