DGH-Jahrestagung als Hauptbühne
Der wichtigste Treffpunkt für junge Handchirurg:innen ist die Jahrestagung der DGH. Auf dem Kongress hat das Junge Forum eigene Sessions mit Vorträgen und Workshops, oft kombiniert mit Hands-on-Programmen für Studierende und Berufseinsteiger:innen. Die DGH-Jahrestagung 2026 findet vom 8. bis 10. Oktober 2026 gemeinsam mit der DAHTH in Bremen statt.
Auf der Jahrestagung gibt es zudem typischerweise ein eigenes Vortragsfenster, in dem junge Kolleg:innen ihre Forschungs- und Fallbeiträge präsentieren — eine konkrete Bühne, an der sich Engagement im Jungen Forum lohnt.
Reisestipendien: ein eigenes Förderinstrument
Die DGH vergibt Reisestipendien, um die Präsenz junger Wissenschaftler:innen auf nationalen und internationalen Handchirurgie-Kongressen zu unterstützen. Damit sind nicht nur die DGH-Jahrestagung selbst, sondern auch internationale Veranstaltungen wie die Tagungen der FESSH (Federation of European Societies for Surgery of the Hand) abgedeckt. Aktuelle Ausschreibungen laufen über dg-h.de.
Für junge Handchirurg:innen, die noch in der Weiterbildung stehen und Reisekosten für internationale Kongresse selten aus dem Klinikbudget bezahlt bekommen, sind diese Stipendien ein konkretes Werkzeug, um sich früh in der internationalen Szene sichtbar zu machen.
Was das für Mediziner-Singles bedeutet
Die Handchirurgie-Community in Deutschland ist klein. Wer einmal auf einer DGH-Jahrestagung war, kennt einen großen Teil der jungen Szene — auch fächerübergreifend, weil viele Teilnehmende aus O und U oder Plastischer Chirurgie kommen. Für gezieltes Networking innerhalb des Fachs ist die Jahrestagung damit überproportional wirksam.
Drei Realitäten für junge Handchirurg:innen:
- DGH-Jahrestagung ist der jährliche Anker — überschaubare Teilnehmerzahl, hohe Wiedersehensquote.
- Reisestipendien öffnen die Tür zu internationalen Kongressen und damit einer breiteren, langfristig nützlichen Community.
- Für lokale Vernetzung lohnt sich der Blick auf reguläre Ärztestammtische — ein eigenes Handchirurgie-Stammtisch-Netz gibt es nicht.
Wie du dich anschließen kannst
Drei Schritte:
- Mitglied werden. Über dg-h.de — Studierende kostenfrei, Assistenz 100 Euro/Jahr.
- DGH-Jahrestagung besuchen. Junges Forum hat eigene Sessions; vorab das Programm checken und Vortragende ansprechen.
- Reisestipendium beantragen. Ausschreibung über dg-h.de — gilt für nationale und internationale Handchirurgie-Kongresse.
Wer aus der Orthopädie und Unfallchirurgie kommt, ergänzt das Junge Forum DGH am besten mit dem JFOU; aus der Plastischen Chirurgie ist das Junge Forum DGPRÄC die natürliche Ergänzung.
Querschnittsfach Handchirurgie — was das im Alltag heißt
Handchirurgie ist in Deutschland keine eigene Facharzt-Disziplin, sondern eine Zusatzbezeichnung. Der Weg dorthin führt regulär über drei Fächer: Orthopädie und Unfallchirurgie, Plastische Chirurgie sowie in selteneren Fällen Allgemein- und Visceralchirurgie. Diese Mehrgleisigkeit ist Stärke und Komplexität zugleich.
Stärke: Junge Kolleg:innen können den Einstieg aus dem Fach wählen, das am besten zur eigenen klinischen Vorliebe passt. Komplexität: Die Weiterbildungswege unterscheiden sich erheblich, je nach Ausgangsfach gelten unterschiedliche Rotationspläne. Das Junge Forum DGH adressiert beide Seiten — Studierende, die das Fach noch nicht gewählt haben, ebenso wie Assistenz, die schon mitten in der Weiterbildung steht.
Internationaler Bezug über FESSH
Die deutsche Handchirurgie ist eng mit der europäischen Szene verflochten, vor allem über die FESSH (Federation of European Societies for Surgery of the Hand). Für junge Kolleg:innen ist die FESSH-Jahrestagung das natürliche internationale Pendant zur DGH-Jahrestagung — und die DGH-Reisestipendien sind hier ein konkretes Werkzeug, um sich früh international zu zeigen.
Wer langfristig in der Handchirurgie bleiben will, profitiert massiv davon, frühzeitig nicht nur national, sondern auch europäisch vernetzt zu sein. Forschungsaufenthalte, Hospitationen und Stellenwechsel laufen in diesem kleinen Fach oft entlang internationaler Kontakte.
Studierende: warum sich der frühe Einstieg lohnt
Für Medizinstudierende ist das Junge Forum DGH bewusst niedrigschwellig konstruiert: Mitgliedschaft kostenfrei, Zugang zu Sessions, Möglichkeit, früh mit Klinikvertreter:innen ins Gespräch zu kommen. Wer mit dem Gedanken spielt, später handchirurgisch zu arbeiten — egal aus welchem Ausgangsfach — gewinnt durch einen frühen Beitritt vor allem zwei Dinge: Orientierung über reale Klinikalltage und Sichtbarkeit für künftige Bewerbungen.
Famulaturen und PJ-Tertiale in handchirurgischen Sektionen oder Kliniken sind in der Regel der konkrete Hebel. Das Junge Forum dient hier weniger als Vermittlungsstelle, dafür aber als Informationsbasis: Wer schon einmal mit aktiven Mitgliedern auf einer Jahrestagung gesprochen hat, weiß, welche Häuser für Berufseinsteiger:innen offen sind und wo sich Initiativbewerbungen lohnen.
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