"Was wann operieren?" und "Lebenswerte Chirurgie"
Die CAJC ist eine der wenigen Jungen Foren mit konkreten Strukturprojekten, nicht nur Kongress-Sessions.
"Was wann operieren?" kategorisiert chirurgische Eingriffe nach Schwierigkeitsgrad und ordnet sie einzelnen Weiterbildungsjahren zu. Ziel ist eine transparente, strukturierte Weiterbildung: Junge Chirurg:innen sollen wissen, wann sie welchen Eingriff lernen — statt durch Zufall, klinikinterne Tradition oder das persönliche Verhältnis zur Oberärztin. Das Projekt liefert Leitfäden, die in Weiterbildungscurricula einfließen.
"Lebenswerte Chirurgie" adressiert das Berufsbild selbst. In Zeiten von chirurgischem Personalmangel arbeitet die CAJC daran, chirurgische Karrieren attraktiver zu machen — faire Arbeitszeiten, planbare Schichten, Familienverträglichkeit, wertschätzende Weiterbildung. Die Ergebnisse fließen in Positionspapiere und politische Lobbyarbeit ein. Wissenschaftlich begleitet wird das Ganze durch regelmäßige Publikationen, die seit Sommer 2024 als "CAJC Reads" auf den Social-Media-Kanälen erscheinen.
Mitgliedschaft & Aufnahme
Die CAJC-Mitgliedschaft ist an zwei Bedingungen geknüpft: DGAV-Mitgliedschaft und Alter unter 40 Jahren. Anders als bei allen anderen DGAV-Arbeitsgemeinschaften ist diese Altersgrenze bewusst gesetzt und dient dem Schutz des Nachwuchsfokus.
Wer CAJC-Mitglied werden will, beantragt zunächst die DGAV-Mitgliedschaft über dgav.de. Mit der DGAV-Mitgliedschaft und unter 40 Jahren ist man automatisch CAJC-Mitglied. Mit dem 40. Geburtstag endet die CAJC-Zugehörigkeit — die DGAV-Mitgliedschaft bleibt selbstverständlich bestehen.
Was das für Mediziner-Singles bedeutet
Die Viszeralchirurgie ist ein klassisches Stressfach: lange Wochen, hohe OP-Belastung, planbarer als die Notfallchirurgie, aber mit klaren Eingriff-Slots. Wer hier eine Partnerin oder einen Partner sucht, profitiert massiv, wenn das Beziehungsumfeld den Alltag versteht.
NEXT GEN auf der Viszeralmedizin ist eine seltene Gelegenheit, gleichzeitig die junge Viszeralchirurgie und die junge Gastroenterologie kennenzulernen. Das interdisziplinäre Format öffnet den Kreis, ohne fachfremd zu werden — gemeinsame Tumorboards, gemeinsame Patientenpfade, gemeinsame Karriere-Realität. Wer drei Jahre in Folge an NEXT GEN teilnimmt, hat einen Großteil des jungen viszeralmedizinischen Nachwuchses Deutschlands persönlich kennengelernt.
Für die fachübergreifende chirurgische Vernetzung siehe Perspektivforum Junge Chirurgie (PFJC). Wer regionale Anker sucht: Mediziner-Stammtische bundesweit.
Wie du dich anschließen kannst
Drei Schritte:
- DGAV-Mitgliedschaft beantragen. Über dgav.de — Voraussetzung für CAJC.
- NEXT GEN Junior Day auf der Viszeralmedizin einplanen. Termin steht im Vorlauf jeweils auf den Webseiten von DGAV und DGVS.
- CAJC-Session auf dem Chirurgenkongress (DCK) besuchen. Zweite Pflicht-Anlaufstelle des Jahres.
Wer im Projekt "Was wann operieren?" oder "Lebenswerte Chirurgie" mitarbeiten will, schreibt die CAJC direkt über die DGAV-Webseite an. Inhaltliche Vorschläge und neue Workshop-Ideen laufen über den gleichen Kanal.
Wissenschaftliche Sichtbarkeit und Publikationen
Die CAJC ist als Junge AG wissenschaftlich aktiv. Regelmäßige Publikationen erscheinen in chirurgischen Fachzeitschriften und werden seit Sommer 2024 als "CAJC Reads" auf den Social-Media-Kanälen der AG vorgestellt. Themen reichen von Weiterbildungsforschung über Versorgungsdaten bis zu Stellungnahmen zur neuen Weiterbildungsordnung.
Auf dem WeiFoQ-Digital, dem digitalen Weiterbildungsformat zum Facharzt für Viszeralchirurgie, ist die CAJC inhaltlich beteiligt. Junge Kolleg:innen können hier strukturiert Inhalte ihrer Weiterbildung digital nacharbeiten — ein Format, das die CAJC seit Jahren mitentwickelt. Wer als Assistenzärzt:in in der Viszeralchirurgie unterwegs ist, sollte WeiFoQ kennen.
Zukunftsdialog und politische Lobbyarbeit
Die DGAV hat mit dem Zukunftsdialog ein eigenes Förderformat für die CAJC eingerichtet. Hier kommen erfahrene Klinikleiter:innen, DGAV-Vorstand und junge Chirurg:innen strukturiert zusammen, um Themen der chirurgischen Zukunft zu verhandeln — von OP-Robotik über Personalplanung bis zu Geschlechtergerechtigkeit in chirurgischen Leitungspositionen. Wer aktiv mitarbeitet, sitzt früh in einem Raum, der sonst Senior-Chirurg:innen vorbehalten ist.
Die politische Lobbyarbeit läuft parallel zur Arbeit des fachübergreifenden Perspektivforums Junge Chirurgie. Die CAJC bringt die viszeralchirurgische Perspektive ein — Eingriffszahlen, Operations-Lernkurven, OP-Tagebücher — und kann auf eine eigene Datenbasis aus den letzten Jahren zurückgreifen. Das macht die CAJC zu einer der inhaltlich profiliertesten Jungen Foren der deutschen Chirurgie.
Lokale Anknüpfungspunkte
Wer regional sucht, findet hier passende Treffpunkte und Ausbildungs-Standorte:
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