Von Erlangen über Berlin auf die ARD-Bühne
Alexa Maria Surholt wurde am 28. Januar 1968 in Erlangen geboren und wuchs in Bayern auf. Der Weg zur Schauspielerin führte sie nach Berlin, wo sie von 1991 bis 1994 an der renommierten Maria-Körber-Schule ihr Handwerk lernte. Bereits während der Ausbildung gab sie ihr Bühnendebüt — 1992 stand sie bei den Westfälischen Kammerspielen in Paderborn in einer Inszenierung von Erich Kästners Pünktchen und Anton auf der Bühne.
Den Sprung ins Fernsehen schaffte sie 1993 mit einem Auftritt in der ZDF-Serie Zwei Münchner in Hamburg. Zwei Jahre später folgte eine Rolle, die ihr in der Branche Aufmerksamkeit brachte: An der Seite von Götz George spielte sie in Nico Hofmanns Psychothriller Der Sandmann (1995). Es folgten weitere Film- und Fernsehproduktionen — darunter 2004 Marco Kreuzpaintners viel diskutierter Kinofilm Sommersturm, der auch international Beachtung fand.
Sarah Marquardt — das Rückgrat der Sachsenklinik
Im Oktober 1998 begann für Alexa Maria Surholt etwas Besonderes: die erste Folge von «In aller Freundschaft» im Ersten. Seitdem spielt sie Sarah Wilhelmine Marquardt, die Verwaltungsdirektorin der Sachsenklinik. Wer Sarah Marquardt kennt, weiß: Sie ist keine, die sich in den Vordergrund drängt — aber ohne sie läuft nichts. Haushaltsplanung, Personalpolitik, Krisenmanagement: Marquardt hält den Klinikalltag am Laufen, während die Ärzte am OP-Tisch stehen.
Über die Jahre entwickelte sich die Figur weiter. Zeitweise übernahm Sarah Marquardt kommissarisch die Klinikleitung — eine Herausforderung, die Surholt mit der ihr eigenen Mischung aus Kühle und Wärme spielte. Seit 2015 ist sie auch im Ableger «In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte» in unregelmäßigen Abständen als Gastdarstellerin zu sehen. Damit ist Surholt eine der wenigen Schauspielerinnen, die das gesamte Universum der ARD-Krankenhauswelt von Anfang an mitgestaltet hat — über 25 Jahre, Hunderte von Folgen, eine Figur.
Neben der Sachsenklinik bewies sie von 2012 bis 2017 ihre Vielseitigkeit als Kriminalrätin Dr. Gertrud Müller-Dietz in der ZDF-Serie Alles Klara — eine Rolle, die ganz andere Seiten an ihr zeigte. Gastrollen in Tatort, Polizeiruf 110 und Der Bergdoktor runden ihr TV-Profil ab.
Privat: Ja-Wort nach 28 Jahren
Alexa Maria Surholt lebt in Berlin und Hamburg — zwei Städte, die zu ihrer Biografie passen: Berlin für die Ausbildung und die ersten Karrierejahre, Hamburg als zweite Heimat. Ihr Privatleben hält sie überwiegend aus der Öffentlichkeit heraus, doch ein Ereignis sprach sie offen an: 2016 heiratete sie Jens Leon Tiedemann — nach 28 gemeinsamen Jahren. Das Paar hat einen Sohn. Ihr eigener Kommentar dazu war so direkt wie die Figur, die sie seit fast drei Jahrzehnten spielt: Sie hätten einfach Lust gehabt.
Im Oktober 2020 machte Surholt ihre Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis öffentlich — eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, die oft lange unerkannt bleibt. Mit dem Schritt an die Öffentlichkeit sprach sie für viele Betroffene, die mit diffusen Beschwerden kämpfen, ohne einen Namen dafür zu haben.
Wer die Welt der Sachsenklinik, ihrer Ärzte und Verwaltungsmenschen liebt, findet alle Hintergründe in der In-aller-Freundschaft-Übersicht.
