© Superbass / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons) — Mala Emde beim Deutschen Fernsehpreis 2024 in Köln
Mala Emde gehört zu den aufregendsten Schauspielerinnen ihrer Generation. In Charité Staffel 2 spielt sie Anni Waldhausen — eine junge Frau, die 1943 in der Berliner Charité ums moralische Überleben kämpft. Seitdem hat sie mit «Köln 75» (Berlinale 2025) den nächsten Sprung gemacht: Deutscher Schauspielpreis, Bambi, Lola-Nominierung.
Anni Waldhausen — Medizinstudentin im Dritten Reich
In Charité Staffel 2 ist Berlin 1943: Die Stadt brennt, das NS-Regime duldet keinen Widerspruch, und im Universitätsklinikum kämpft das Personal unter Leitung des legendären Chirurgen Ferdinand Sauerbruch (Ulrich Noethen) täglich gegen das Sterben an. Inmitten dieser Enge tritt Anni Waldhausen auf — gespielt von Mala Emde. Anni ist 25 Jahre alt, werdende Mutter, Medizinstudentin. Ihr Kind kommt mit einer Behinderung zur Welt, und sie und ihr Mann Artur versuchen verzweifelt, das vor den Behörden zu verbergen.
Die Figur steht für die moralische Zerreißprobe einer ganzen Generation: Mitmachen, schweigen, retten — und das alles zur gleichen Zeit. Mala Emde spielt das ohne Pathos, ohne Schwarz-Weiß-Denken. Was bleibt, ist eine junge Frau, die nicht Heldin sein will, sondern Mensch.
Vom Roadmovie zum Filmpreis — Emdes Karriere
Mala Emde wurde am 9. September 1995 in Frankfurt am Main geboren. Sie studierte an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Ihren ersten großen Kinodurchbruch hatte sie 2018 mit «303» von Hans Weingartner — einem Roadmovie über zwei junge Menschen auf dem Weg nach Portugal. Der Film war ein kritischer Erfolg und machte sie schlagartig sichtbar.
Zwei Jahre später folgte «Und morgen die ganze Welt» (Regie: Julia von Heinz, 2020). Emde spielt darin Luisa, eine junge Frau, die sich der Antifa anschließt — ein Film über das Erstarken des Rechtsextremismus und die Frage, wie weit man für seine Überzeugungen geht. Für diese Rolle erhielt sie 2021 den Deutschen Filmpreis als beste weibliche Nebenrolle. Von 2021 bis Ende 2024 war sie Teil des festen Ensembles am Theater Basel.
«Köln 75» und die Auszeichnungen 2025
Mit «Köln 75» (Regie: Ido Fluk) erreichte Mala Emde 2025 eine neue Karrierestufe. Der Film hatte seine Weltpremiere bei der Berlinale 2025 und lief danach auf zahlreichen internationalen Festivals. Emde spielt darin Vera Brandes, die Konzertveranstalterin, die 1975 in Köln das legendäre Keith-Jarrett-Konzert organisierte — eines der meistverkauften Soloalben der Jazzgeschichte. Die Leistung brachte ihr den Deutschen Schauspielpreis 2025, den Bambi sowie eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis (Lola) ein. Zudem erhielt sie den Newcomerpreis beim Hessischen Film- und Kinopreis 2025.
Weitere Projekte stehen bereit: die Netflix-Produktion «23.000 Leben», die Komödie «Das gewisse Etwas» (Regie: Marc Rothemund, Kinostart 2026) und die Romancomedy «Any Other Night». Wer auf Medicsingles ist und weiß, wie es sich anfühlt, unter Druck die richtige Entscheidung zu treffen — Anni Waldhausen kennt dieses Gefühl.
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Bildquelle: © Superbass / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons). Biografische Daten: Wikipedia (Mala Emde), IMDB (Charité Staffel 2), lilie2a-pr.de, Hessen Wissenschaft (Hessischer Kinopreis 2025).
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