Eckart von Hirschhausen ist nach Rom geflogen, um Papst Leo XIV. für den Klimaschutz zu gewinnen. Was die ARD-Doku "Hirschhausen will zum Papst – Wer bewahrt die Schöpfung?" zeigt, klingt anders als erhofft — ein bitteres Fazit mit Langzeitwirkung.
Hirschhausens Mission zum Papst
Der 58-jährige Arzt, Kabarettist und Stifter reiste im März 2026 nach Rom. Im Gepäck: ein Fotoalbum mit Bildern seiner Klimareise durch Brasilien, die Philippinen und das vatikanische Modellgut Borgo Laudato si. Hirschhausens Auftrag an sich selbst war klar — er wollte Papst Leo XIV. bitten, den Klimaschutz als kirchliche Priorität zu setzen.
Die Voraussetzungen schienen günstig. Leos Vorgänger Franziskus hatte mit der Enzyklika Laudato si 2015 ein vielbeachtetes Klimadokument vorgelegt. Die BR-Produktion fragte: Was macht Leo XIV. daraus? Hirschhausen wollte die Antwort direkt im Vatikan holen.
Was bei der Hirschhausen-Papst-Audienz wirklich passierte
Was der TV-Arzt in der vatikanischen Generalaudienz erlebte, war symbolisch aufgeladen — aber praktisch ernüchternd. Ein Mikrofon gab es nicht; Tonaufnahmen sind in der Generalaudienz nicht gestattet. Der Austausch blieb kurz. Grosse Antworten blieben aus.
Hirschhausen selbst beschrieb das Treffen als "intensiv". Er räumte aber ein, dass Leo mit den Erwartungen der Welt zu kämpfen hatte. Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber ergänzte in der Doku: Klimaschutz sei offenkundig nicht Leos politische Toppriorität — wie seine Abwesenheit bei der letzten Klimakonferenz belege.
Das bittere Fazit
"Ich bin mit grosser Hoffnung hierher gekommen, dass Leo sagt: 'Hey, genau das ist es.' Aber wessen Aufgabe ist es eigentlich, die Schöpfung zu bewahren? Es ist auch naiv zu glauben: 'Wir können uns alle entspannen, und Leo regelt das.'"
Mit diesen Worten fasste Hirschhausen in der Doku zusammen, was er von der Hirschhausen-Papst-Begegnung mitgenommen hatte. Nicht die erhoffte päpstliche Verpflichtung — sondern eine Frage, die er aus Rom nach Hause trug: Wer ist eigentlich zuständig?
Für den Gründer der Stiftung Gesunde Erde Gesunde Menschen, die seit 2020 Klima- und Gesundheitsschutz verbindet, bleibt die Antwort unbequem: nicht Leo, nicht ARD-Zuschauer — sondern jeder Einzelne. Und das trifft besonders Ärztinnen und Ärzte, die die Gesundheitsfolgen des Klimawandels täglich erleben.
Was das für Mediziner-Singles bedeutet
Hirschhausen zeigt, was passiert, wenn ein Arzt seine Rolle über die Praxis hinaus ernst nimmt. Die Mission, die Ernüchterung, die Reflexion danach — das kennen viele im Medizinbetrieb. Wer mit Haltung in die Öffentlichkeit tritt, riskiert auch öffentliches Scheitern. Hirschhausen hat das im Vatikan live demonstriert — und es hinterliess keine Verbitterung, sondern einen nüchterneren Blick auf Verantwortung.
Sein ausführliches Portrait gibt es unter Eckart von Hirschhausen. Einen Überblick über alle bekannten TV-Mediziner bietet Promi-Ärzte Deutschland. Für Ärztinnen und Ärzte auf Partnersuche ist Singles Ärzte die passende Anlaufstelle. Und wer wissen will, wie sich Beruf und Privatleben als Mediziner verbinden lassen, findet Antworten unter Arzt, Beziehung und Familie.
Die ARD-Doku "Hirschhausen will zum Papst – Wer bewahrt die Schöpfung?" ist in der ARD Mediathek abrufbar. Was Hirschhausens Vatikan-Reise zeigt: Engagement ausserhalb der Klinik macht greifbar, wer jemand wirklich ist — auch dann, wenn die Dinge nicht nach Plan laufen.