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Prof. Christian Drosten, Virologe und Direktor des Instituts für Virologie an der Berliner Charité
news2026-06-22

Christian Drosten: Charité warnt vor Fake-Werbung

Die Charité warnt: Prof. Christian Drostens Bild wird für gefälschte Diabetes-Werbung genutzt. KI-generierte Deepfakes zeigen ihn als Fürsprecher für ungeprüfte Mittel — er weiß davon nichts.

© Science Media Center Germany / CC BY 3.0 via Wikimedia Commons
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Was warnt die Charité in Bezug auf Christian Drosten?

Die Charité hat klargestellt, dass Drosten keinerlei Produkte empfohlen hat. Sein Gesicht taucht in KI-generierten Werbeanzeigen auf, die ihn als Fürsprecher für Diabetes-Mittel oder sogenannte "Gefäßreiniger" zeigen — allesamt unbelegt. Betroffene sollten solche Anzeigen melden und nie auf Links in solchen Spots klicken.

Christian Drosten leitet das Institut für Virologie an der Berliner Charité. Bekannt wurde er während der Corona-Pandemie als Erklärer im NDR-Podcast. Jetzt warnt die Charité öffentlich: Sein Gesicht taucht in Werbeanzeigen für Diabetes-Mittel und sogenannte "Gefäßreiniger" auf. Drosten weiß davon nichts, empfohlen hat er nichts davon.

Wie die Fake-Werbung funktioniert

Die Anzeigen laufen in News-Apps, auf Facebook und Instagram, teilweise auch auf Zeitungsseiten. Drosten erscheint dort scheinbar als Fürsprecher für Mittel gegen Diabetes Typ 2 oder für Präparate, die angeblich "die Gefäße reinigen". Beides ist medizinisch nicht belegt.

Technisch dahinter steckt meistens KI. Die Betrüger nehmen echtes Material aus TV-Interviews oder Pressekonferenzen und legen eine gefälschte Tonspur drüber. Lippenbewegungen werden angepasst, die Stimme nachgebaut. Wer nicht genau hinschaut, hält das für ein normales Interview.

Die Charité hat in einer Stellungnahme klargestellt, dass keines dieser Produkte mit Drosten in Verbindung steht.

Wer darauf reinfällt

Die Anzeigen zielen auf ältere Menschen, oft mit Diabetes, hohem Blutdruck oder Herzproblemen. Also genau die Gruppe, die eine seriöse Quelle braucht und einem bekannten Mediziner eher vertraut als einem Werbeplakat. Das ist der eigentliche Punkt der Masche, und auch das Unangenehme daran.

Die Verbraucherzentrale NRW dokumentiert solche Fälle seit über einem Jahr. Drosten ist nicht der einzige Betroffene; auch Eckart von Hirschhausen und Heinz-Wilhelm Esser tauchen regelmäßig in solchen Fake-Spots auf. Die Produkte selbst sind in der Regel nicht zugelassen, zum Teil zollrechtlich problematisch, und kosten gerne mal mehrere Hundert Euro im Abo.

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Was hilft

Faustregel: Echte Ärzte und Behörden verkaufen keine Pillen über Instagram-Reels. Wer eine Anzeige mit einem bekannten Mediziner sieht, sollte den Namen kurz googeln, am besten zusammen mit dem Produktnamen. In der Regel findet man dann schon eine Warnung der Charité, der Verbraucherzentrale oder von Mimikama.

Verdächtige Anzeigen lassen sich direkt in der Plattform melden, bei Meta etwa über das Drei-Punkte-Menü an der Anzeige. Die Verbraucherzentrale nimmt Hinweise unter verbraucherzentrale.nrw entgegen.

Drosten selbst forscht und lehrt weiter an der Charité. Zu der Werbung hat er sich bisher nicht persönlich geäußert, die Klarstellung kam über die Pressestelle.

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Das Wichtigste

  • Die Charité hat klargestellt: Drosten hat keine Diabetes-Mittel oder Gefäßreiniger empfohlen.
  • KI-Deepfakes nutzen echtes TV-Material und legen gefälschte Tonstpuren unter — die Lippenbewegungen werden angepasst.
  • Auch Eckart von Hirschhausen und Heinz-Wilhelm Esser tauchen regelmäßig in solchen Fake-Spots auf.
  • Echte Ärzte verkaufen keine Mittel über Instagram-Reels — bei Verdacht einfach Namen + Produkt googeln.

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Häufige Fragen

Tommy Honold — Autor beim Medicsingles Magazin

Tommy Honold

Gründer & Dating-Experte

Meisterkoch, Marine-Feldkoch, CEO — und seit 2008 der Mann hinter dem grössten Berufs-Dating-Netzwerk im DACH-Raum. Tommy Honold bringt mit medicsingles.de Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten zusammen, die wissen, wie Schichtdienst und emotionale Last wirklich wiegen.

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