Am 8. Juli 2026 sprach Dr. Christoph Specht in ZDF „Volle Kanne" über Hitze als Herzrisiko. Was der Arzt empfiehlt und wer besonders aufpassen muss.
Hitze macht dem Herzen zu schaffen
Dr. Christoph Specht ist seit Jahren der medizinische Erklärer bei ZDF „Volle Kanne". Am 8. Juli 2026 hatte er eine deutliche Botschaft: Hitze ist kein harmloses Sommerphänomen, sondern ein Gesundheitsrisiko für das Herz-Kreislauf-System.
Bei Temperaturen über 30 Grad muss der Körper viel Energie aufwenden, um seine Kerntemperatur stabil zu halten. Das Herz pumpt mehr Blut durch die Gefäße als sonst. Gesunde Menschen kommen damit meist zurecht. Für Menschen mit Herzerkrankungen, Bluthochdruck oder Diabetes wird es schnell gefährlich.
Anhaltende Erschöpfung, Herzrasen, Schwindel oder Kopfschmerzen bei Hitze sollte laut Specht niemand abtun. Es sind Warnzeichen, dass der Körper an seine Grenzen kommt. Wer sie ignoriert, riskiert im Ernstfall einen Hitzekollaps.
Wer besonders aufpassen muss
Besonders gefährdet sind laut dem ZDF-Mediziner:
Senioren über 70, deren Durstgefühl mit dem Alter nachlässt. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Bluthochdruck, bei denen das System ohnehin belastet ist. Diabetiker, deren Gefäße oft vorgeschädigt sind. Kleinkinder, die ihre Körperwärme noch schlecht regulieren. Und alle, die harntreibende Medikamente nehmen und deshalb schneller dehydrieren.
Diese Gruppen sollten in Hitzewellen genauer auf Symptome achten und im Zweifel früh zum Arzt.
Was Dr. Specht konkret empfiehlt
Specht rät: mindestens zwei Liter Wasser am Tag, mehr wenn man stark schwitzt. Sport in die frühen Morgen- oder in die Abendstunden verlegen. Wohnräume tagsüber mit Jalousien oder Rollläden abdunkeln. Draußen konsequent Schatten suchen.
Wer Herzmedikamente einnimmt, sollte in Hitzephasen mit dem Hausarzt klären, ob die Dosis angepasst werden muss. Flüssigkeitsverlust kann die Wirkung mancher Wirkstoffe stark verändern.






