Prof. Dietrich Grönemeyer hat vier Jahrzehnte lang Rücken behandelt – jetzt verrät der Bruder von Herbert Grönemeyer, warum Schlaf die entscheidende Stellschraube ist, die er so lange unterschätzt hat.
Grönemeyer: Schlaf ist die älteste Therapie der Welt
Dietrich Grönemeyer, Radiologe, Rückenspezialist und Bruder des Musikers Herbert Grönemeyer, hat sich einem neuen Thema gewidmet: Schlaf. In seinem Buch Meine Formel für einen gesunden Schlaf und in einer Kolumne für das Handelsblatt macht er deutlich, was ihn schon länger beschäftigt.
„Schlaf gilt als älteste Therapie der Welt – und bleibt für Millionen unerreichbar", schreibt Grönemeyer. Sein Ansatz ist typisch für ihn: Prävention vor Pille. Schlaf als natürliche Ressource, die man mit dem richtigen Tagesverhalten stärken kann – nicht mit Schlafmitteln.
Der Schlüssel laut Grönemeyer: Guter Schlaf beginnt bereits am Tag. Wer morgens natürliches Licht tankt, sich regelmäßig bewegt und abends das Handy weglegt, bereitet seinen Körper auf echte Erholung vor. Wie lange man schlafen muss, sei individuell. Er selbst kommt mit fünf bis sechs Stunden aus.
Was Schlaf mit dem Rücken macht
Als Rückenspezialist kennt Grönemeyer den physiologischen Zusammenhang: Im Schlaf nehmen Bandscheiben Flüssigkeit auf und regenerieren. Wer schlecht schläft, setzt diesen Reparaturprozess aus – und spürt das am nächsten Morgen im Kreuz. Schlaf ist deshalb kein Luxus, sondern medizinische Notwendigkeit.
Sein Rat: Schlaf nicht erzwingen, sondern die Bedingungen dafür schaffen. Gleichmäßige Schlafzeiten, kühles Schlafzimmer, kein Bildschirm eine Stunde vor dem Einschlafen.
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