Foto: Martin Kraft, 2024 / Wikimedia Commons CC-BY-SA 4.0
Am 22. Juni 2026 war Eckart von Hirschhausen zu Gast in der WDR Aktuellen Stunde. Thema: die Hitzewelle in Nordrhein-Westfalen. Der Arzt und Gründer der Stiftung Gesunde Erde Gesunde Menschen wurde deutlich. An Risikogruppen, an Sportlerinnen, an alle, die bei 35 Grad noch ein Bier bestellen.
Eckart von Hirschhausen: Wer besonders aufpassen muss
Eckart von Hirschhausen nennt drei Gruppen, die bei Hitze besonders gefährdet sind: Menschen über 65 Jahre, Kleinkinder und Herzpatienten. Sie regulieren die Körpertemperatur schlechter, dehydrieren schneller und reagieren empfindlicher auf anhaltenden Hitzestress.
Neu ist das nicht. Aber Hirschhausen sagt medizinisches Wissen so, dass es außerhalb der Klinik hängenbleibt. Sein WDR-Auftritt am 22. Juni war praktische Aufklärung für ein breites Publikum, keine Fachvorlesung.
Konkrete Tipps: Was bei Extrem-Hitze wirklich hilft
Hirschhausens Empfehlungen sind simpel und gut belegt:
- Sport nur morgens oder abends, nie in der Mittagshitze
- Täglich 2 bis 3 Liter Wasser, auch ohne Durstgefühl
- Mittagssonne meiden, Schatten suchen
- Keinen Alkohol. Er entzieht dem Körper Wasser und erhöht das Kollapsrisiko
Den letzten Punkt unterfüttert er mit einem Beispiel aus Frankreich. Dort wurde an besonders heißen Tagen der Alkoholverkauf behördlich eingeschränkt. Für Hirschhausen ist das konsequente Prävention. In Deutschland wird so etwas bislang kaum diskutiert.
Klimamedizin als Kernthema
Für Eckart von Hirschhausen ist Extrem-Hitze ein medizinisches Thema, kein meteorologisches. Seine Stiftung Gesunde Erde Gesunde Menschen arbeitet seit Jahren am Zusammenhang zwischen Klimawandel und Gesundheit.
Die Hitzewelle in NRW im Juni 2026 liefert dafür aktuelles Anschauungsmaterial. In derselben WDR-Sendung wurde auch über Badeunfälle in Gelsenkirchen berichtet. Ein Thema, das jedes Jahr wiederkommt, wenn die Temperaturen steigen und Menschen spontan in ungesicherten Gewässern Abkühlung suchen.






