Yäl Adler räumt auf — mit einem Mythos, der sich hartnäckig hält: Sonnencreme und ausreichend Vitamin D schließen sich nicht aus.
Der Mythos: Sonnencreme blockiert Vitamin D
Wer sich im Sommer vor UV-Strahlung schützt, schadet seiner Vitamin-D-Versorgung. So lautet ein weit verbreitetes Argument, das immer wieder auftaucht — in Gesundheitsratgebern, Arztpraxen und Social-Media-Feeds. Yäl Adler hält dagegen: Die Berliner Dermatologin und Bestsellerautorin hat den Mythos in jüngsten Interviews und Veröffentlichungen klar eingeordnet.
Ihr Argument ist pragmatisch: Kein Mensch cremt sich vollständig ein. Hände, Unterarme, Gesicht — diese Flächen bleiben im Alltag häufig ungeschützt oder werden nur unvollständig abgedeckt. Schon diese kleinen Areale reichen aus, damit die Haut im Sommer in kurzer Zeit genug Vitamin D produziert.
Was die Dermatologin empfiehlt
Adlers Position ist nicht: Finger weg von Sonnencreme. Sie empfiehlt Sonnenschutz weiterhin — besonders bei längerer Sonnenexposition, am Strand oder bei hohem UV-Index. Ihr Punkt ist ein anderer: Wer Sonnencreme als Grund nennt, auf Sonnenschutz zu verzichten, wechselt das Problem nur.
Ein kurzer, täglicher Aufenthalt im Freien — auch 10 bis 15 Minuten mit Sonnenlicht auf Armen und Gesicht — ist im Sommer ausreichend, um die körpereigene Produktion anzukurbeln. Diese Empfehlung gilt auch mit Sonnencreme, weil die tatsächliche Abdeckung im Alltag selten vollständig ist.
Relevanz für Mediziner und Pflegekräfte
Gerade Ärztinnen, Pflegekräfte und Therapeuten verbringen viel Zeit drinnen. Vitamin-D-Mangel ist unter Schichtdienstlern weit verbreitet, auch weil die knappe Freizeit selten in sinnvolle Sonnenpausen investiert wird. Adlers Botschaft ist dabei entlastend: Man braucht keine strikten Regeln, keine Supplementierungsdebatte — kurze Sonnenkontakte im Sommer reichen, auch an normalen Arbeitstagen.
Das vollständige Portrait von Yäl Adler findet sich unter Yäl Adler. Einen Überblick über weitere bekannte TV-Mediziner bietet Promi-Ärzte Deutschland.






