Am 5. Juni 2026 räumt Doc Esser im Kölner Treff mit Supplement-Mythen auf — seine Einordnung ist präzise und trifft den Nerv vieler, die im Drogeriemarkt-Regal ratlos stehen.
Doc Esser Supplemente: Was Sinn macht — und was nicht
Doc Esser ist kein Mann für halbe Sachen. Im WDR-Kölner-Treff bringt der Pneumologe und Gesundheitsexperte regelmässig klare Aussagen, die Millionen Zuschauer kennen. Im Sommer 2026 ist sein Thema: Nahrungsergänzungsmittel — und was davon überhaupt in den Körper gehört.
Sein Fazit ist eindeutig: Die meisten Multivitaminpräparate seien schlicht „teurer Urin". Wer sich halbwegs ausgewogen ernährt, scheidet den Überschuss an wasserlöslichen Vitaminen einfach wieder aus. Kaufen, schlucken, abscheiden — kein Benefit. Kein Schaden entweder — aber auch kein Sinn.
Sinnvoll werden Supplemente laut Esser erst, wenn ein konkreter Mangel vorliegt oder ein besonderer Bedarf medizinisch nachgewiesen ist. Vitamin D gehört dazu: In Deutschland haben viele Menschen messbar zu niedrige Werte, besonders in den Wintermonaten und bei Büroarbeit ohne Sonnenkontakt. Ein Bluttest schafft Klarheit. Omega-3 kann bei kardiovaskulären Risiken relevant sein — aber nicht als Prophylaxe für alle.
Beliebte Mythen, die nicht stimmen
Ein Dauerbrenner in Apotheken und Drogerien: hochdosiertes Vitamin C gegen Erkältungen. Doc Esser sortiert das klar ein: Studien zeigen bestenfalls eine leicht verkürzte Krankheitsdauer bei Menschen, die bereits einen Mangel haben. Als Schutz vor Infekten taugt es bei normaler Ernährung nichts. Das gleiche gilt für Zink-Bonbons, Echinacea-Präparate und viele andere Bestseller im Erkältungsregal.
Warum kaufen dann so viele? Weil das Bedürfnis real ist, sagt Doc Esser — die Angst vor Krankheit, der Wunsch nach Kontrolle. Das ist menschlich. Aber es erfordert medizinische Aufklärung statt Marketingversprechen auf Hochglanzpackungen.
Schlagzeilen-Kompakt:
- Multivitamin bringt bei normaler Ernährung nichts — teurer Urin
- Vitamin D bei Mangel sinnvoll — Bluttest empfohlen
- Vitamin C schuetzt nicht prophylaktisch vor Erkältungen
- Omega-3 nur mit klarem kardiovaskulärem Risikoprofil diskutabel
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