Bluthochdruck entwickelt sich oft jahrelang ohne Beschwerden. Ernährungsmediziner Matthias Riedl sagt: Über die Ernährung lässt sich viel davon zurückdrehen.
Matthias Riedl: Diese Lebensmittel treiben den Blutdruck hoch
Matthias Riedl, Internist und Ernährungsmediziner aus Hamburg, warnt vor Lebensmitteln, die den Blutdruck schleichend nach oben ziehen. Das Problem an Hypertonie: Sie tut lange nicht weh. Wenn sie auffällt, sind die Gefäße meist schon angegriffen, und das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall ist deutlich höher.
Riedl sieht in der Ernährung einen der zentralen Hebel. Zu viel Salz, zu wenig Gemüse, dazu ein wachsender Bauchumfang — das ist die typische Kombination, die er in der Praxis sieht. Seine Faustregel beim Einkaufen: Alles mit mehr als einem Gramm Salz pro 100 Gramm ist salzreich. Das heißt nicht verboten, aber bewusst dosieren.
Viszerales Fett ist nicht nur ein optisches Problem
Bauchfett ist nicht gleich Bauchfett. Das viszerale Fett, das sich um die inneren Organe legt, ist hormonell aktiv. Es schüttet Botenstoffe aus, die Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin gleichzeitig hochtreiben. Wer also nur auf die Waage schaut, übersieht den eigentlichen Risikofaktor.
Die gute Nachricht: Es geht oft schneller, als die Leute denken. Wer seine Ernährung umstellt und das viszerale Fett reduziert, sieht in vielen Fällen schon nach Wochen einen niedrigeren Blutdruck. Kein Medikament arbeitet so an der Ursache.






