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Yael Adler ist Hautärztin und Ernährungsmedizinerin, schreibt Bestseller und sitzt regelmäßig bei "Die Ernährungs-Docs" auf NDR und ARD vor der Kamera. Wer ihre Bücher gelesen hat, kennt ihre These: Gesundheit fängt am Teller an. Auch beim Thema Sonnenschutz, wo man das zuerst gar nicht erwartet.
Von innen schützen: Was die Forschung sagt
Manche Pflanzenstoffe machen die Haut tatsächlich widerstandsfähiger gegen UV-Strahlung. Sonnencreme ersetzen kann das nicht. Aber wer regelmäßig das Richtige isst, bringt seine Haut in eine bessere Ausgangslage.
Karottensaft liefert Beta-Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A. Der Stoff lagert sich in der Haut ein und baut dort einen leichten Eigenschutz gegen UV-Schäden auf. Wichtig dabei: immer ein Schuss Pflanzenöl dazu. Beta-Carotin ist fettlöslich, ohne Fett geht praktisch nichts ins Blut.
Tomatenmark enthält Lycopin, ein Antioxidans, das UV-bedingte Zellschäden auf molekularer Ebene abfedert. Aus erhitzten Tomaten nimmt der Körper Lycopin deutlich besser auf als aus rohen.
Blaubeeren bringen Anthocyane, die die Zellmembranen vor oxidativem Stress durch starke Sonne schützen. Rote Bete (Betanin) und grünes Blattgemüse (Chlorophyll) runden das Ganze ab.
Was Yael Adler damit meint — und was nicht
Adler bleibt bewusst nüchtern: Ernährung ist kein Wundermittel und ersetzt keine Sonnencreme. Wer mittags am Strand liegt, braucht trotzdem Lichtschutzfaktor. Aber wer dauerhaft bunt und pflanzenreich isst, tut seiner Haut insgesamt einen Gefallen.
Das passt zu ihrer Grundregel: "Je bunter der Teller, desto schöner die Haut." Kein Versprechen, eher eine Richtschnur. Sonnenschutz fängt nicht in der Drogerie an, sondern beim Frühstück.






