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Mentoring für junge Ärzte — Hintergrund-Hero

Mentoring für junge Ärzte

Strukturierte Mentoring-Programme der Jungen Fachgesellschaften — von WAKWiN in der Anästhesie bis zu GeSRU Academics in der Urologie.

Mediziner-Mentoring ist im deutschen Klinikalltag das stille Rückgrat der Karriereentwicklung. Wer früh eine Mentorin oder einen Mentor außerhalb der eigenen Abteilung hat, bekommt eine zweite Stimme zu Habilitation, Klinikwechsel, Forschungspfad und Teilzeit-Optionen — Themen, bei denen die direkte Vorgesetzten-Beziehung oft nicht der beste Ort ist.

Mehrere Junge Fachgesellschaften haben dafür strukturierte Tandem-Formate aufgebaut. Klassiker ist WAKWiN der Jungen DGAI seit 2007. Andere Fächer haben in den letzten Jahren nachgezogen — Arbeitsmedizin, Rheumatologie, Urologie, Hämatologie und Onkologie.

Mediziner Mentoring: Programme der Jungen FGs im Überblick

Wie ein gutes Tandem in der Medizin funktioniert

Strukturierte Tandems arbeiten mit klaren Paarungen über zwölf Monate. Zwei bis vier persönliche Treffen pro Jahr, dazwischen laufender Austausch per Telefon oder Mail. Themen werden meist im ersten Treffen gesetzt: Habilitationspläne, Auslandsaufenthalt, Wechsel in die Niederlassung, Versorgungsforschung, Familienplanung. Die Mentorinnen und Mentoren sind nicht die direkten Vorgesetzten — genau deshalb funktioniert das Format.

WAKWiN in der Anästhesie ist das älteste deutsche Begleitungs-Format und Vorlage vieler andere. Es vermittelt seit 2007 systematisch Tandems zwischen jungen DGAI-Mitgliedern und erfahrenen Kolleginnen aus dem WAKWiN-Pool. Die AG Next Generation der DGAUM nutzt seit 2021 ein vergleichbares Modell mit etwa 20 Mentorinnen und Mentoren bundesweit. GeSRU Academics verbindet die Begleitung mit der Steps-Videoplattform.

Wer in einem Fach ohne explizites Tandem-Format arbeitet, findet trotzdem Einstiege. Die Summer Schools der Jungen FGs bauen praktisch immer einen Begleitungs-Slot ein. Wer dort dranbleibt, hat nach einem Wochenende einen ersten Kontakt, der oft jahrelang trägt.

Häufige Fragen zum Mediziner-Mentoring

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