Foto: Michael Gstettenbauer / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0
Dietrich Grönemeyer hat eine Zahl veröffentlicht, die aufrüttelt: Jede zweite Demenz wäre vermeidbar. Der Arzt und Bestseller-Autor erklärt, welche Schlafgewohnheiten das Risiko senken.
Grönemeyers Demenz-These: Kein Schicksal, sondern Prävention
Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer ist seit Jahrzehnten als Deutschlands "Rückenpapst" bekannt. In letzter Zeit hat er seinen Fokus erweitert, auf Prävention, Altern und Gehirngesundheit. Sein jüngstes Fazit fällt deutlich aus: Mindestens jede zweite Demenz lässt sich durch einen gesünderen Lebensstil verhindern. Das Gehirn ist formbar, Demenz kein unvermeidliches Altersschicksal.
Dietrich Grönemeyer, emeritierter Radiologe, Hochschulprofessor und Autor mit Millionenauflagen, bezieht sich dabei auf internationale Studiendaten. Die Weltgesundheitsorganisation sieht in dauerhaftem Schlafmangel, Bewegungsarmut, sozialer Isolation und chronischem Stress die wichtigsten vermeidbaren Risikotreiber für Demenz.
Fünf Schlaftricks gegen das Demenz-Risiko
Besonders eindringlich spricht Grönemeyer über Schlaf. Das Gehirn nutzt die Nacht, um schädliche Eiweißablagerungen auszuschwemmen, darunter Beta-Amyloid, das mit Alzheimer in Verbindung gebracht wird. Wer dauerhaft zu wenig schläft, erschwert diesen Reinigungsprozess.
Seine Empfehlungen für besseren Schlaf sind konkret: sieben bis acht Stunden Nachtschlaf anstreben, feste Schlafenszeiten auch am Wochenende einhalten, abends keine Bildschirme nutzen, abendliche Rituale entwickeln, die zur Ruhe leiten, und bei anhaltenden Problemen frühzeitig ärztlichen Rat suchen.






